12.10.22 Ergebnisse der Cyberlife IV Studie

Die Ergebnisse der neuen Studie Cyberlife IV sind nun veröffentlicht und die Zahlen sind noch schockierender als in der vorangegangenen Studie: Das Problem Cybermobbing ist schwerwiegender als je zuvor.


Mehr als 1,8 Millionen Betroffene

Mehr als 1,8 Millionen Schüler*innen sind derzeit von Cybermobbing betroffen. So lautete das Ergebnis der neuen Cyberlife IV Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing. Laut dem Bündnis hat sich Cybermobbing zu einem dauerhaften Problem an Schulen und im privaten Umfeld von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Vor fünf Jahren war die Zahl der Betroffenen mit 12,7 Prozent noch bedeutend niedriger. Als einer der ausschlaggebendsten Gründe für diese rapide Zunahme sei die Coronapandemie gewesen, welche die Lage noch verschärft haben soll. Kontaktbeschränkungen und Homeschooling haben begünstigt, dass Jugendliche vermehrt Zeit im Netz verbracht haben. Diese drastisch ansteigenden Zahlen durch die Pandemie waren auch damals schon einer der ausschlaggebenden Gründe, warum wir unser Projekt „Psychisch gesund durch die Krise“ ins Leben gerufen haben.


Folgen oft unterschätzt

Noch immer werden auch die psychischen Folgen von Cybermobbing unterschätzt. Nicht nur physische Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen, sondern auch Angst, Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit seien die Folgen. So haben z.B. 15 % aller Betroffenen schon mal aus Verzweiflung Alkohol, Tabletten oder Drogen konsumiert. Fast jede*r vierte (!) der Betroffenen äußerte Suizidgedanken.


Was wir tun können

Diese aktuellen Zahlen zeigen uns als Verein einmal mehr, wie wichtig es ist, aktiv Prävention gegen (Cyber-)Mobbing zu betreiben. Als Erlebnispädagogischer Anbieter mit einem Team aus über 100 freiberuflichen TrainerInnen, welche täglichen in Form von Programmen ihren Beitrag dazu leisten, diesem Problem entgegenzuwirken, sind wir zuversichtlich, dass wir da draußen für Betroffene einen Unterschied machen können. Denn – Everything you do makes a difference!