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Hilfe für Kinder & Jugendliche bei Fällen von (Cyber-)Mobbing

Was kann ich tun, wenn ich gemobbt werde? 

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Achte darauf, was du von dir preisgibst!

Gerade wenn es um sensible Daten wie Fotos oder Videos geht überlege dir genau, wem du was schickst. Mach dir immer bewusst, dass das, was im Internet landet, gar nicht oder nur schwer zu löschen ist.

Sammle Beweise

Mache Screenshots von beleidigenden Inhalten und Chatverläufen, die du als Beweismaterial gegen den oder die Täterin verwenden kannst.

Du bist nicht allein!

Mache dir bewusst, dass Mobbing nichts ist, wofür du dich schämen musst oder woran du selbst schuld bist oder es gar verdient hast. Allein in Deutschland waren fast zwei Millionen Kinder schon einmal von (Cyber-) Mobbing betroffen. Das ergab die dritte Cyberlife Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing und der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2020. Doch damit nicht genug.

Seit der letzten Befragung im Jahr 2017 ist der Wert sogar um 36 Prozent gestiegen (von 12,7% in 2017 auf 17,3% in 2020). Damit ist kein negatives soziales Phänomen bei Kindern und Jugendlichen so weit verbreitet und hat kurz- sowie langfristig so negative Folgen wie (Cyber-)Mobbing.

Vertraue dich jemanden an

Du bist nicht allein, sondern bekommst Hilfe, wenn du dich Menschen anvertraust und ihr gemeinsam gegen die Täter:innen vorgeht. Wende dich an deine Eltern, Lehrer oder andere erwachsene Personen, denen du vertraust. Denn in der Regel sind Erwachsene erforderlich, um dich jetzt zu unterstützen und das Mobbing zu unterbinden. Zudem tut es überaus gut, sich anderen mitzuteilen.

Melde die Inhalte

Beleidigende Inhalte solltest du unverzüglich bei den jeweiligen Plattformen melden und beantragen, dass die Inhalte entfernt werden.

Wende dich an die Polizei

Wenn nichts mehr hilft, solltest du die Polizei verständigen, denn Beleidigungen, Drohungen oder die Verbreitung entwürdigender Bilder sind strafbar.

Was kann ich tun, wenn ein:e Mitschüler:in gemobbt wird? 

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Das richtige Verhalten ist einzugreifen und das Mobbing zu stoppen. Dies ist aber nicht so einfach, da dies zum einen viel Mut erfordert und vielleicht auch du eine berechtigte Angst hast, selbst zum Opfer zu werden. Das Beste ist in einer solchen Situation, mit anderen Schüler:innen, die auch gegen Mobbing sind, einen „Heldensquad“ zu gründen und sich gegen das Mobbing zu stellen und den Geschädigten in die eigene Gruppe zu integrieren. Wenn du dich in einer Situation für andere einsetzt, ist allerdings auch immer ein gewisses Risiko dabei, weshalb du genau abzuschätzen solltest, wie groß das Risiko ist selbst zum Opfer zu werden und wie du in einem solchen Fall das Risiko minimieren kann. Folgende fünf Schritte können dir dabei helfen:

  • 1.  Halte die Augen offen: Sei wachsam für das was um dich herum passiert
  • 2. Schau nicht weg: Auch wenn du nichts tust, verschlimmerst du die Situation für die betroffene Person 
  • 3. Übernehme Verantwortung:  Stelle dir die Frage „Was geht mich das an?“ „Wie würde ich mich in der Situation fühlen?“ 
  • 4. Entscheide dich: Wie kann ich helfen?
    • Nicht mitmachen! (z.B. Foto nicht weiterschicken)
    • Helden Squad – Tu dich mit anderen zusammen
    • Wende dich an Lehrkräfte, Eltern oder hol dir von Expert:innen Hilfe 
  • 5. Handle: Das ist der entscheidende Schritt der Mut braucht und der dich dann zum Helden oder zur Heldin werden lässt.

Was kann ich tun, wenn ich von Lehrer:innen gemobbt werde?

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  • Notiere dir beleidigende Sprüche oder inakzeptables Verhalten der Lehrperson 
  • Hole dir Unterstützung von deinen Mitschüler:innen 
  • Tut euch zusammen  
    • Sollten auch andere unter der Lehrperson leiden, fordere auch sie auf, die Situationen so konkret wie möglich aufzuschreiben  
  • Sucht gemeinsam das Gespräch mit der betreffenden Lehrkraft 
    • Schildert der Lehrperson eure Wahrnehmung und äußert ehrlich, wie es euch mit ihrem Verhalten geht. In manchen Fällen lässt sich so bereits vieles klären.  
  • Ziehe Klassen- oder Vertrauenslehrer:in oder auch deine Eltern hinzu (Schulleitung)  
    • Wenn mehrere Schüler:innen betroffen sind, können sich die Eltern auch gemeinsam zusammentun und sich an die Schulleitung wenden.  

Ich habe die Heldenakademie besucht und möchte mehr lernen, was kann ich tun? 

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Wenn du mehr lernen möchtest und mindestens 18 Jahre alt bist, hast du die Möglichkeit eine fünfzehntägige Ausbildung zum/zur Erlebnispädagog:in mit der Zusatzqualifizierung zur Prävention von (Cyber-)Mobbing zu absolvieren. Dort kannst du Kompetenzen erlernen, die weit über die normale Leitung von Seminaren hinausgehen. In der Ausbildung vermitteln wir, wie man Seminare zur Teamstärkung und zur Prävention von (Cyber-)Mobbing und Rassismus plant und durchführt.

Du erlebst in der Ausbildung sowohl selbst in der Teilnehmer:innenrolle als auch später in der Trainer:innenrolle, wie Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus entstehen und was jede:r Einzelne dafür tun kann, einen Normen- und Werterahmen zu schaffen, in dem sich jede:r wohlfühlt und die eigenen Potenziale voll ausschöpfen kann. Zusätzlich vermitteln wir Kompetenzen wie sozialpsychologische Effekte und Experimente im Seminarkontext erlebbar gemacht werden können und wie du Teilnehmende in diesen tiefgehenden Entwicklungsprozessen ressourcenorientiert und wertschätzend begleiten kannst. Du hast Interesse? Dann schaue direkt HIER, wann die nächste Ausbildung stattfindet oder wie du dich als Trainer:in in unseren Programmen engagieren kannst.