GlobalBystander

Darum geht es uns

Warum die Welt den Bach runter geht und alle nur zuschauen.

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Schüler:innen in weiterführenden
Schulen – schon ab der 5. Klasse

Geeignet für Gruppengröße

15 bis 30 Schüler:innen

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Die Dauer ist frei wählbar
Idealerweise 2 bis 3 Schultage

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Global Bystander

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Ein Workshop über Selbstwirksamkeit inmitten der Herausforderungen globaler Krisen.

Ich denke die Frage, wie wir in Zukunft zusammen leben wollen betrifft uns alle und wenn ich überall höre, dass unsere Ressourcen knapper werden, Wälder sterben und das Meer in Plastik versinkt, dann wünsche ich mir, dass da einfach mehr getan wird.“ Teilnehmer Miguel (17 Jahre) über das Thema Umweltschutz

Die jüngere Generation wird laut

Mit diesem Wunsch steht Miguel nicht allein da. Durch unserem Workshop Global Bystander reagieren wir auf dieses Bedürfnis junger Menschen, die sich mit den Themen Klimakrise, Umweltschutz und Nachhaltigkeit umfassend beschäftigen möchten – um nicht mehr wegzusehen und sich aktiv und nachhaltig für eine lebenswerte Welt einzusetzen. Denn in einer Studie des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums gaben 85% der befragten Jugendlichen zwischen 14 und 22 Jahren an, dass ihnen Umwelt- und Klimaschutz wichtig ist. Damit zählen die Herausforderungen der Klimakrise und der damit verbundene Umweltschutz zu den vier wichtigsten Themen für junge Menschen in Deutschland.

Umwelt- und Klimathemen bewegen junge Menschen

Umwelt Bundesamt, 2022

Weltweiter Klimastreik Zehntausende bei “Fridays for Future”-Demos

Tagesschau, 2022

Studie zeigt: So wichtig ist jungen Menschen Nachhaltigkeit

Mads, Sarah Franke, 2021

Die junge Generation will mehr Umweltschutz

Deutschlandfunk Kultur, 2021

Ist der Wald noch zu retten – trotz Feuer und Klimawandel?

Zeit, 2022

„Global Bystander“ – vorgestellt im Video

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Der Angst der Jugend aktiv entgegentreten

Trotz eines insgesamt positiven Blicks in die Zukunft sind 71% der jungen Menschen pessimistisch, ob sich der Zustand von Umwelt und Klima positiv entwickelt. Dies geht einher mit weiteren Sorgen und Ängsten junger Menschen. So berichten 88 Prozent von grundlegender Trauer bezüglich der menschengemachten Umweltzerstörung. Und 75% der Befragten haben schlicht Angst vor den unabsehbaren Folgen der Klimakrise und den damit verbundenen Auswirkungen.

Unser Lösungsansatz: Der Global Bystander Workshop

Die Kernidee des Global Bystander Workshops ist es, den scheinbaren Mangel an Handlungskraft bezüglich weltweiter Problemstellungen als globalen Zuschauereffekt (Global Bystander Effekt) zu begreifen.

Der Begriff Global Bystander bezieht sich auf das generelle sozialpsychologische Phänomen des Bystanders, der Verantwortungsdiffusion. Denn obwohl sehr viele Menschen sich der ökologischen Problematiken – wie Klimawandel, Waldsterben, Insektensterben und vieles Weiteres – durchaus bewusst sind, bleiben diese doch in der Rolle des Zuschauers und werden nicht selbst aktiv.

Das zu ändern ist die Grundidee von Global Bystander.

Lernen, sich seiner eigenen Verantwortung bewusst zu werden

In unserem Workshop geht es darum, vom Zuschauen ins Handeln zu kommen. Durch die Sensibilisierung für sozialpsychologische Effekte wie beispielsweise den namengebenden Bystander Effekt lernen die Teilnehmenden Jugendlichen, welche Auswirkungen das eigene Handeln haben kann und das wirklich jede:r Einzelne einen Unterschied machen kann.

Im Hinblick auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sorgt unser erlebnisorientierter Ansatz dafür, dass das eigene Forschen und Entdecken im Vordergrund steht und dieses Begreifen spielerisch mit Wissen und Informationen kombiniert wird. Besonders über wildnispädagogische Elemente wird dabei die Natur als schützenswerter Lebensraum erfahrbar.

Selbstwirksamkeit und Verantwortung als Basis für zukünftiges Handeln

Durch unterschiedliche methodische Herangehensweisen eignen sich die Teilnehmenden darüber hinaus auf eindringliche Art und Weise weitere Kompetenzen bezüglich Toleranz-, Kritik-, und Konfliktfähigkeit an. Als Basis lernen die jungen Menschen dazu, ihre Selbstverantwortung und ihre Verantwortlichkeit für die Gesellschaft zu erkennen und gestaltend mitzuwirken.

Einzigartige Methodenkombination

Auf der Basis langjähriger Praxiserfahrungen im Bereich Erlebnispädagogik und zahlreicher Weiterbildungen im Bereich Wildnispädagogik, sowie unserer generellen Expertise im Bereich Sozialpsychologie haben wir einen innovativen Workshop für Kinder und Jugendliche entwickelt.

Die Säulen von „Global Bystander“

Sozialpsychologische Experimente

Besonders im Hinblick auf das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit gibt es häufig eine große Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln. Mithilfe sozialpsychologischer Experimente und Effekte lassen sich die dahinter liegenden Mechanismen begreifbar und leichter verständlich machen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mit dem Baustein der Bildung für nachhaltige Entwicklung möchten wir die Teilnehmenden einladen „über den Tellerrand“ und über die eigene Komfortzone hinauszuschauen. Sie werden sich damit auseinandersetzen, welche Folgen das eigene Verhalten für die Umwelt und das Leben anderer Menschen hat – sowohl auf lokaler- aber auch auf globaler Ebene.

Wildnispädagogische Methoden

Bei den wildnispädagoischen Methoden geht es darum, dass die jungen Menschen unmittelbar und intensiv mit der Natur und ihrer Umwelt in Kontakt treten. Mit Hilfe definierter Übungen werden die Kinder und Jugendlichen sensibilisiert, natürlich Prozesse im Wald zu entdecken, die sie im Vorfeld vielleicht so nie wahrgenommen haben. So wird die Diversität des Waldes und der Natur im Allgemeinen als schützenswerter Lebensraum spürbar.

Politische Bildung

Auf der Basis des Kompetenzmodells politischer Bildung kommen methodische Elemente zum Einsatz, die auf den vier Bereichen der Methoden-, Handlungs-, Sach- und Urteilskompetenz basieren. Dadurch sollen die Teilnehmenden lernen, in demokratischen Entscheidungsprozessen die Standpunkte anderer im Rahmen der Auseinandersetzung anzunehmen, damit verbundene politische Konflikte auszutragen und abschließend gemeinsam eine für alle annehmbare Lösung zu finden.

Junge Menschen blicken optimistisch in ihre persönliche Zukunft, sorgen sich jedoch stark um die Zukunft unseres Planeten.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke

Der Global Bystander Workshop für Ihre Klasse:

Sie überlegen, ob das Programm auch für Ihre Klasse geeignet ist? Dann können Ihnen die folgenden Punkte bei Ihrer Entscheidung helfen:

Sie möchten ein Angebot, bei dem die Schülerinnen und Schüler…

  • sich intensiv mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinandersetzen?
  • in ihrer Konfliktlöse- und Gesprächsführungskompetenz gestärkt werden?
  • für ökologische Problematiken sensibilisiert werden?
  • lernen, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen?
  • die Rolle ihres eigenen Handelns reflektieren lernen?
  • Naturerfahrungen machen und sich mit der eigenen Umwelt auseinandersetzen?
  • in ihrem Erleben für ihre Selbstwirksamkeit gestärkt werden?

Sie konnten alle Fragen mit Ja beantworten? Dann stehen wir Ihnen gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung.

Ich habe immer gedacht, dass es ja keinen großen Unterschied macht, wenn ich etwas an meinem Verhalten ändere. Doch das Programm hat mir bewusst gemacht, dass es auf jeden Einzelnen ankommt und man auch mit kleinen Taten etwas verändern kann. Selbst wenn es nur so etwas wie Müll aufheben im Park ist.

Teilnehmer

Das Programm hat mich auf jeden Fall dazu angeregt, mein Konsumverhalten zu überdenken. Mir war ja gar nicht klar wie viel Wasser verbraucht wird, um eine Jeans herzustellen!

Teilnehmerin

Ich fand es wirklich faszinierend zu lernen, wie viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten in unseren Wäldern leben. Das bringt einen wirklich zum Nachdenken, darüber wie wertvoll die Natur und unsere Erde ist.

Teilnehmerin

Ich habe auch mal als Scherz ein Foto von einem Mitschüler im Netz verbreitet. Wir fanden das damals lustig und ich habe mir nichts dabei gedacht. Nun weiß ich, was das für Auswirkungen haben kann. Ich werde so etwas nie wieder tun.

Teilnehmer

Exemplarischer Tagesablauf des Global Bystander Workshops

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie ein dreitägiges Programm des Global Bystander Workshops aussehen kann, haben wir für Sie einen exemplarischen Tagesablauf zusammengestellt. Die hier aufgelisteten Methoden stellen dabei nur einen Ausschnitt unseres Repertoires dar und werden in den einzelnen Programmen individuell an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst.

Tag 1

Persönliche Vorstellung & Einstieg in das Thema Umwelt & Nachhaltigkeit

Um sich als Trainer:in für die Gruppe greifbar zu machen erfolgt zunächst eine persönliche Vorstellung. Mit einer ersten Methode werden die Teilnehmenden ihrem aktuellen Kenntnisstand zum Thema Umwelt & Nachhaltigkeit abgeholt und können eigenes Wissen sowie ihre Gedanken, Sorgen und Erfahrungen einbringen.

Methode zur Erfahrbarmachung des Bystander Effekts

Dem Titel des Workshops entsprechend, wird für die Teilnehmenden anhand einer spielerischen Methode anschließend der Bystander Effekt erlebbar. Danach folgt ein vertiefender Input durch die Trainer:innen, sowie die Anknüpfung an die Erfahrungswelt der jungen Menschen, wo ihnen dieser Effekt schon einmal in Bezug auf umweltbewusstes oder umweltschädigendes Verhalten begegnet ist.

Wildnispädagogische Methode: „Mein Naturschutzgebiet“

Da die Workshops an naturnahen Orten durchgeführt werden, geht es danach in die Natur – zum Beispiel in den Wald. Dort bekommen die Teilnehmenden durch eine angeleitete Methode aus der Wildnispädagogik die Möglichkeit, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen und auch ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, warum die Natur schützenswert ist.

Sozialpsychologisches Experiment zum Thema Wissen vs. Handeln

Die Teilnehmenden werden nachfolgend Teil eines Experiments, um so gemeinsam zu schauen, welche Faktoren sich positiv oder negativ auf umweltbewusstes Verhalten auswirken.

Fishbowl Diskussion zum Thema Konsum

Um thematisch in das Thema Konsum einzusteigen, erhalten die Teilnehmenden verschiedene Rollen, die sie anschließend in einer Fishbowl Diskussion vertreten sollen. Dadurch werden unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Konsum deutlich, die durch die Trainer:innen kritisch mit der Gruppe reflektiert werden.

Abschluss

Der Tag endet mit einer gemeinsamen Abschlussrunde, bei der sowohl Wünsche und Feedback zum Tag gegeben werden können. Bei einem Programm mit Übernachtung gestalten die Trainer:innen nach Wunsch eine spielerische Abendeinheit.

Tag 2

Sozialpsychologische Wissensvermittlung

Den Teilnehmenden wird mit Hilfe eines kleinen Experiments sowie eines anschließenden Inputs gezeigt, welche Faktoren das Verhalten anderer Menschen beeinflussen. So geht beispielsweise aus verschiedenen Untersuchungen hervor, dass allein das Verhalten eines anderen unser eigenes Handeln direkt mitbestimmen kann.

Abenteuer Wildnis

Gemeinsam wird ein naheliegendes Gebiet im Wald oder in der Natur erforscht, um anschließend davon eine Karte aus der Vogelperspektive anzufertigen. Das Wesentliche dieser Methode liegt sowohl darin, die Eigenschaften einer Landschaft festzulegen als auch darin, die Orientierungsfähigkeit und das Wissen, um die natürliche Umgebung der Teilnehmenden zu fördern. Dabei geht es nicht darum, eine perfekte und richtige Karte zu erstellen. Vielmehr steht der Prozess im Vordergrund, sich mit der Landschaft zu beschäftigen und diese wie die eigene Westentasche kennenzulernen. 

Politische Bildung

Die nächste Methode bietet eine Aktivierung der Gruppe. Alle Teilnehmenden platzieren sich zunächst frei im Raum. Anschließend muss sich jede:r für eine Position im Raum und damit für einen Standpunkt zu verschiedenen Themen entscheiden. Durch den anschließenden Austausch der verschiedenen Meinungsbilder entsteht eine spannende Diskussion und einzelne Themen können individuell vertieft werden.

Mystery zum Thema Regionales & saisonales Einkaufen

Bei der Mystery Methode bekommt die Gruppe einen rätselhaften Fall in Form einer Leitfrage, die gelöst werden soll. Dazu bekommen die Teilnehmenden knappe, ungeordnete Informationen und Bildmaterialien, die sie analysieren und sinnvoll miteinander in Beziehung setzen müssen, um den Fall zu lösen.

Abschluss & Abendprogramm

Nach einem gemeinsamen Abschluss gibt es bei einem Programm mit Übernachtung die Möglichkeit einer ganz besonderen Nachtwanderung, die die Teilnehmenden lange in Erinnerung behalten werden.

Tag 3

Naturerfahrung mit allen Sinnen

Der Tag startet in der Natur. Heute dürfen die jungen Menschen lernen ihre fünf Sinne gezielt im Wald zu schulen. Mit verschiedenen Übungen, die in ihrem Schwierigkeitsgrad an die Gruppe angepasst werden, fördern wir das genaue Hinsehen und die Konzentration der Teilnehmenden, die so ihre Umwelt bewusster wahrnehmen. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für ein intensives Naturerlebnis.

5 Kernprobleme

Bei dieser Methode setzen sich die Teilnehmenden mit grundlegenden Problemen der heutigen Zeit auseinander und vertiefen ihr Wissen mit ausgewählten Materialien. Durch die anschließende Diskussion werden die komplexen Zusammenhänge der einzelnen Themenfelder deutlich und bieten die Chance auf ein umfassenderes Verständnis und neue Sichtweisen.

Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks

Alle Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit den eigenen ökologischen Fußabdruck zu berechnen. Anschließend werden sowohl Möglichkeiten aufgezeigt als auch eigenständig erarbeitet, an welchen Stellschrauben zur Verbesserung des eigenen Fußabdrucks gedreht werden kann.

Was geht mich das an?

Abschließend werden die drei Tage gemeinsam im Hinblick auf die Frage „Was geht mich das an?“ beleuchtet und den Teilnehmenden konkrete Handlungsmöglichkeiten mit auf den Weg gegeben.

Evaluation

Um unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, ist eine Evaluation der Teilnehmenden und der pädagogischen Fachkräfte fester Bestandteil des Programms.

Global Bystander – eine einzigartige Kombination aus Erlebnis- und Wildnispädagogik

Die Themen Umwelt- und Klimaschutz haben in den letzten Jahren enorm an Aufmerksamkeit gewonnen. Vor allem die jüngere Generation beschäftigt diese Thematik sehr. Zahlreiche Demonstrationsbewegungen wie Fridays for Future machen das deutlich. Der Wunsch der Kinder und Jugendlichen sich umfangreich mit Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, ist nicht mehr zu wegzudiskutieren.

Der „Global Bystander“ Workshop geht diesem Wunsch der Kinder und Jugendlichen nach. Er zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination aus Erlebnis- und Wildnispädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Wissensvermittlung über sozialpsychologische Effekte sowie über den dazugehörigen politischen Diskurs aus.

Ziel ist daher, neben der Wissensvermittlung zu Themen der nachhaltigen Entwicklung und Globalisierung, insbesondere das eigene Handeln zu reflektieren und das eigene Verhalten im sozialen Kontext besser zu verstehen.

Denn wie wir in Zukunft leben werden, entscheidet unser Handeln von heute.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage:

Bitte nutzen Sie das folgende Formular für Ihre unverbindliche Anfrage unseres Programms Global Bystander für Ihre Schule oder Ihre Institution. Gerne können Sie Ihr Anliegen auch kurz beschreiben. Dann können wir uns konkreter bei Ihnen zurückmelden. Vielen Dank.

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