Lagerfeuer-Szene mit fünf Menschen, die um ein Lagerfeuer versammelt sitzen. Alle schauen schweigend in die Flammen.

Der Helden e.V.

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Unser Verein im Überblick

Wir, der Helden- Verein für nachhaltige Bildung und Persönlichkeitsentwicklung e.V. haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, sie zu ermutigen für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, ihre eigenen Werte und Wünsche aktiv zu verteidigen und nicht wegzuschauen, wenn die Situation aktives Handeln erfordert.

Kurz gesagt: Im Alltag zu Held:innen zu werden, die einen Unterschied machen. Im Hinblick auf die Förderung von Zivilcourage, demokratischer Grundwerte und der Prävention von Ausgrenzung, Gewalt, (Cyber-)Mobbing und Rassismus, stehen dabei die Sensibilisierung für Entstehungsprozesse dieser dissozialen Phänomene, die Befähigung zum Eingreifen und die Etablierung eines prosozialen Normen- und Werterahmens gleichermaßen im Fokus.

Wir sind anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, zertifiziertes Mitglied im Bundesverband für Individual- und Erlebnispädagogik e.V. und deutschen Vertretung des von Philip Zimbardo gegründeten „Heroic Imagination Project“.

Über 40.000 erreichte Kinder und Jugendliche

Mehrere Hände mit Bändchen ums Handgelenk.

Sowohl das Team des Helden e. V. als auch damit einhergehend die Ressourcen sind in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Wurden im Jahr 2016 noch 250 Teilnehmende erreicht, hat sich die Anzahl bis 2019 bereits auf 2.162 erreichte Kinder und Jugendliche erhöht. Im Jahr 2020 hätte der Verein durch die eingegangenen Buchungen knapp 7.000 Teilnehmende erreichen können. Durch die coronabedingten Einschränkungen konnten jedoch lediglich um die 750 Kinder und Jugendliche in Präsenzworkshops erreicht werden, da die Programme nicht oder nur eingeschränkt stattfinden konnten. Im Jahr 2022 gelang die Durchführung von 571 Programmen mit 14.275 Teilnehmenden. Im Jahr 2023 erreichten wir 18.975 Kinder und Jugendliche.

„Everything you do makes a difference“

Ein Kernanliegen des Vereins war es von Anfang an, die Teilnehmer:innen der Workshops zu ermutigen, auf eine positive Art und Weise für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen lernen, bei einem potenziellen Unglück nicht passiv als Bystander (Zuschauer) zuzuschauen, sondern die eigenen Werte und Wünsche aktiv zu verteidigen, Verantwortung zu übernehmen und zur Heldin oder zum Helden zu werden, wenn es die Situation erfordert.

Aus diesem Anliegen leitet sich der Slogan des Helden e.V. ab: „Everything you do makes a difference“.

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Angebote angepasst an die Krisen unserer Zeit 

Die letzten Jahre sind nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigegangen und haben auch die Arbeit des Helden e.V. maßgeblich beeinflusst. So ist aus dem Verein ein erlebnispädagogischer Anbieter geworden, der nicht nur ein Präventionsprogramm gegen Cybermobbing und Rassismus bietet, sondern ausgewählte Workshops entwickelt hat, um sich für eine demokratische Wertebildung einzusetzen und die Zivilcourage in unserer Gesellschaft, besonders in Krisenzeiten, nachhaltig zu stärken.

So wie die Krisen die Gesellschaft verändert haben, so haben die Krisen auch den Helden e.V. verändert. Heute ist unser Selbstverständnis jenes, dass wir ein Träger sind, der Kinder und Jugendliche durch die Krisen unserer Zeit begleitet und sie zu starken, resilienten Akteur:innen unserer Gesellschaft macht.

Flüchtlingskrise 2015

  • Es ist das Jahr 2015 – Die Zuwanderung von Asylsuchenden löst in vielen EU- Ländern eine große Debatte sowie eine große Welle von Rassismus und Islamfeindlichkeit aus. In Deutschland erhöht sich die Zahl der Asylsuchenden so stark, dass eine Verwaltungs- und Infrastrukturkrise ausgelöst wird. Ein Riss geht durch die Gesellschaft, radikale demokratiefeindliche Tendenzen nehmen zu; die „Flüchtlingskrise“ spaltet die Gesellschaft in „Wutbürger“ und „Gutmenschen”.
  • Am 16. November 2015 schließt sich eine Gruppe junger Studierender zusammen, um im Bereich der Erlebnispädagogik neue Wege zu gehen – die Geburtsstunde des Helden e.V.
  • Alle Gründer:innen sind zu diesem Zeitpunkt erlebnispädagogische Trainer bei verschiedensten Anbietern, die mit unterschiedlichen Gruppen junger Menschen arbeiten. Dabei werden sie in den Schulklassen immer wieder mit Problemen von Ausgrenzung, Cybermobbing und Rassismus konfrontiert und stoßen mit den ihnen bekannten Methoden an Grenzen.
  • Durch den Entschluss neue Wege in der Erlebnispädagogik zu gehen und Workshops zu entwickeln, die jungen Menschen dazu anregen, Verantwortung für sich selbst und ihre Umwelt zu übernehmen, entsteht das Herzstück des Vereins:

Die Heldenakademie

Couragiert einen Normen- und Werterahmen schaffen, in dem alle so sein können, wie sie möchten. Das einzigartige Workshopkonzept basiert auf langjährigen Praxiserfahrungen im Bereich Erlebnispädagogik sowie der Expertise im Bereich Sozialpsychologie. Die Teilnehmenden werden in der Heldenakademie ermutigt, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, ihre eigenen Werte und Wünsche zu verteidigen und nicht wegzuschauen, wenn die Situation aktives Handeln erfordert.

Klimakrise 2019

  • Es ist das Jahr 2019 – Das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die ersten weltweiten Klimademonstrationen finden statt, die Bewegung „Fridays for Future“ entsteht. Die Bewegungen zeigen die Bereitschaft und den Wunsch der jungen Generation, sich mit dem Klimawandel und Themen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
  • Um schnell und angemessen auf aktuelle gesellschaftliche Problematiken reagieren zu können, bilden regelmäßige Thinktanks einen festen Bestandteil des Vereins. Dabei werden, gemeinsam mit Expert:innen, Lösungen für neue gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.
  • Der Helden e.V. beruft ein Thinktank Wochenende ein, bei dem Vertreter:innen von Greenpeace, Mitarbeiter:innen des Zentrums für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, eine Doktorandin der Universität Lissabon und Mitarbeiter, sowie der Vorstand der Helden e.V. gemeinsam ein neues Workshopkonzept entwickeln.

Global Bystander

Im Hinblick auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sorgt der erlebnisorientierte Ansatz dafür, dass das eigene Forschen und Entdecken im Vordergrund steht und die daraus entstandenen Erkenntnisse spielerisch mit Wissen kombiniert werden. Besonders wildnispädagogische Elemente sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung führen dazu die Natur als schützenswerten Lebensraum zu erfahren.

Digitalisierung

  • Mobbing findet heute vor allem im Internet statt. Außerdem werden junge Mädchen online immer häufiger Opfer von sexueller Belästigung oder Erpressung.
  • Der Verein beginnt 2019 neue Wege im Bereich Prävention zu gehen und arbeitet intensiv an der Konzeption von zwei mobilen pädagogischen Escape Rooms, die es den Workshopteilnehmer:innen ermöglichen, anhand der Geschichten von Emma und Tom hautnah mitzuerleben, wie schnell sich Cybermobbing und Cybergrooming entwickeln können.
  • Die anschließende gemeinsame Reflexion ermöglicht, die jungen Menschen sowohl für die eigene Mediennutzung als auch im Hinblick auf dissoziales Verhalten gegenüber anderen zu sensibilisieren.

Escape Rooms – Cybermobbing & Cybergrooming

Über das spielerische Erlebnis eines Escape Rooms und den immersiven Rahmen wird ein emotionaler Zugang zu den Schicksalen von Emma und Tom geschaffen.

Coronakrise 2020

  • Es ist das Jahr 2020 – Insbesondere Kinder und Jugendliche aus prekären Familienverhältnissen und bildungsfernen Familienmilieus stehen vor großen Herausforderungen. Leistungsdruck im Fernunterricht, Lockdown, Angst und Verunsicherungen verhindern eine unbeschwerte Kindheit und Jugend.
  • Eben diese Stress- und Überlastungserfahrungen wirken sich negativ auf die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden aus. Social Media wirkt zusätzlich wie ein Katalysator, spaltet die Menschen weiter und löst in ihnen Angst, Wut, Trauer und Stress aus.
  • Gerade als das Team des Helden e.V. durch die regelmäßig stattfindenden Ausbildungen weiter wächst und die Angebote sehr stark nachgefragt werden, wird der Lockdown innerhalb kürzester Zeit beschlossen. Der Verein muss im Frühjahr 2020 die laufende Ausbildung und einen Großteil der gebuchten Programme für das Jahr absagen.
  • Bereits in diesem ersten Jahr der Pandemie verzeichnet der Verein eine Zunahme psychischer Auffälligkeiten (z.B. erhöhte Gereiztheit, Hyperaktivität) sowie Förder- und Beratungsbedarfe bei den Teilnehmenden.

Psychisch gesund durch die Krise

Durch gezielte Methoden werden Selbstfürsorge und die Resilienz der Teilnehmenden gestärkt sowie Freundschaftsnetzwerke aufgebaut. Ziel ist es, dass die Jugendlichen in Zukunft auf wichtige emotionale und soziale Ressourcen zurückgreifen können, die in Krisen wie der Corona-Pandemie psychischen Erkrankungen entgegenwirken.

Erstarkung demokatiefeindlicher Tendenzen 2021

  • Es ist das Jahr 2021 – Besonders in Zeiten großer Unsicherheit und Angst nimmt die Erstarkung demokratiefeindlicher Tendenzen zu. In Zeiten von Fake News, Hate Speech, einem enormen Anstieg an Cybergrooming und der Verbreitung von Verschwörungstheorien ist die Förderung von Medienkompetenz von zentraler Bedeutung.
  • Gerade in Zeiten der Spaltung ist es unabdingbar, junge Menschen in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu stärken. Der Helden e.V. möchte mit diesem Workshopangebot dazu beitragen, jungen Menschen zu zeigen, wie sie die Politik aktiv mitgestalten können und sie darüber hinaus befähigen, zu starken demokratischen Akteur:innen zu werden.

Deine Wahl

In dem Workshop stehen das Erleben demokratischer Werte und Aushandlungsprozesse
sowie die Befähigung zum eigenen Denken und Handeln gleichermaßen im Fokus. Dabei ist entscheidend, den jungen Menschen keine Haltung aufzuzwingen, sondern ihnen zu ermöglichen, die Vorteile einer Demokratie und einer vielfältigen Gesellschaft selbst zu erleben und wertschätzen zu lernen.

Wirtschaftskrise und Ukrainekonflikt 2022

  • Es ist das Jahr 2022 – Die Krisen wechseln sich weiterhin ab. Durch den Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden Folgen für die Wirtschaft werden Faktoren wie Lebensqualität, wirtschaftliche Lage, gesellschaftlicher Zusammenhalt und politische Verhältnisse zunehmend auch von der jungen Genration deutlich negativer eingeschätzt. Damit einhergehend kommen psychische Belastungen bei den Jugendlichen hinzu sowie Zukunftsängste.
  • Inmitten der verschiedenen Herausforderungen erhält der Helden e.V. so viele Anfragen wie zu keinem Zeitpunkt zuvor. Allein in diesem Jahr erreicht der Verein mit seinen Programmen über 14.000 Teilnehmende. Um die mobilen pädagogischen Escape Rooms thematisch auf das Feld der Extremismusprävention auszuweiten, entwickelt der Verein in Kooperation mit der LMU München ein erstes Konzept, welches seit 2023 weiter umgesetzt wird.

Escape the Extremism

Seit 2023 arbeitet der Verein an neuen Escape Rooms zum Thema Extremismus. Diese sollen im zweiten Quartal 2024 in die Durchführung gehen.

Auszeichnungen

Für sein Engagement wird der Helden e.V. im September 2020 mit dem Förderpreis „Cybermobbing – Aufklärung, Prävention und Hilfe“ der „help and hope Stiftung“ ausgezeichnet.

Für das Programm Psychisch gesund durch die Krise wird der Helden e.V. im Jahr 2022 unter die 10 besten Präventionsprogramme des Lupoleo Awards gewählt.

Für ihren innovativen Ansatz werden die Escape Rooms in diesem Jahr von der Deloitte- Stiftung mit dem „Hidden Movers Anward“ in der Kategorie Wachstum ausgezeichnet.

Pokal auf orangenem Grund wird von einer triumphal gestikulierenden Hand empor gehalten.

Das Team

Das Team des Helden e.V. zeichnet sich durch eine einheitliche, durch den Bundesverband für Individual- und Erlebnispädagogik e.V. zertifizierte erlebnispädagogische Ausbildung mit der Zusatzqualifikation zur Prävention von (Cyber-)Mobbing und Rassismus aus. Viele Trainer:innen arbeiten im Verein begleitend zu ihrem Studium in den Bereichen Bildungswissenschaften, Psychologie oder Pädagogik und können so bereits wertvolle Praxiserfahrungen sammeln. Sie erlangen theoretisches Wissen über Entstehungsprozesse von Ausgrenzung, Gewalt, Mobbing und Rassismus, setzen sich mit demokratischen Grundwerten auseinander und tragen so die Vision des Helden e.V. auch nach ihrem Studium direkt in die Schulen.

Grafik die die Anzahl der Angestellten des Vereins von 2018-2023 darstellt.

Die Geschäftsführung setzt sich aus dem Vorstandsvorsitzenden Sven Fritze (Psychologe M.Sc., Erlebnispädagoge BE, Hypnosetherapeut, Gestalttherapeut, Wildnispädagoge), dem stellvertretendem Vorstand Thorsten Kröber (Hypnosystemischer Berater, Erlebnispädagoge, ausgebildeter Betzavta Trainer), sowie der pädagogischen Leitung Jan Schmale (Bachelor in Bildungswissenschaften, Erlebnispädagoge BE, Kinder, Jugend und Familienberater) zusammen, die alle langjährige Erfahrungen im Bereich der Erlebnis- und Wildnispädagogik sowie in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gruppen haben.

Darüber hinaus sind acht festangestellte Trainer:innen für den Verein tätig, sowie Johanna Griese als Projektkoordinatorin und Maike Ackermeier im Sekretariat.

Das Team des Helden e.V. besteht damit aktuell aus 16 hauptamtlichen Mitarbeiter:innen, fünf Ehrenamtlichen und über 100 freien Trainer:innen.