
Über unsGegründet aus der Praxis. Gebaut für Wirkung.
Helden e.V. wurde 2015 von erfahrenen erlebnispädagogischen Trainern gegründet. Die Lücke, aus der der Verein entstand, hatte ein Gesicht: ein Mädchen in einem Teamtraining, das den ganzen Tag ausgegrenzt wurde, und ein Trainer, der mit den Methoden seines Fachs nicht an sie herankam. Auf Ausgrenzung, Mobbing und Gruppendynamiken, die Kindern schaden, hatte die klassische Erlebnispädagogik keine ausreichenden Antworten. Aus der Entscheidung, sie selbst zu entwickeln, ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe geworden, mit eigener Methodik, eigener Trainerausbildung und Programmen in allen 16 Bundesländern, die rund 20.000 junge Menschen pro Jahr erreichen.
Unser Auftrag Prävention ist eine Pflichtaufgabe. Wir haben sie zu unserem Beruf gemacht.
Cybermobbing, Cybergrooming, Extremismus und Gewalt unter Jugendlichen sind keine Randphänomene, sondern zentrale Herausforderungen für Schulen, Jugendhilfe und Kommunen. Wir behandeln sie nicht als getrennte Themen, sondern als verschiedene Gesichter desselben Problems: einer Gruppe, in der Ausgrenzung leichter ist als Zusammenhalt. Genau da setzt unsere Arbeit an — mit Programmen, in denen Kinder und Jugendliche verstehen, wie Ausgrenzung, Gruppendruck und Manipulation funktionieren, nicht weil es ihnen jemand erklärt hat, sondern weil sie es an sich selbst beobachten durften. Damit aus Zuschauern Menschen werden, die eingreifen.
Das Ziel dahinter lässt sich in einem Satz sagen, und er trägt jede Programmentscheidung dieses Vereins: Jedes Kind soll erleben, wie es ist, von einer Gruppe so akzeptiert zu werden, wie es ist. Schulklassen sollen Orte sein, an denen Kinder einander auffangen, statt einander auszusortieren — das ist der Maßstab, an dem wir unsere Arbeit messen lassen.
Wie wir arbeiten Vier Prinzipien, die man in jedem Programm wiederfindet
Erfahrung schlägt Belehrung.
Niemand wird durch einen Vortrag mutiger. In unseren Programmen erleben Kinder und Jugendliche sozialpsychologische Effekte am eigenen Verhalten – als Versuchsleiter und Versuchsperson zugleich – und verbinden das mit erlebnispädagogischen Teamaufgaben. Aus der Irritation („Was ist da gerade passiert?“) wird Verstehen, aus Verstehen wird Handlungsfähigkeit.
Herausforderung nach Wahl.
Niemand wird zu etwas gezwungen, jeder wird ermutigt. Was wie ein pädagogisches Detail klingt, ist der Kern unseres Sicherheits- und Menschenbilds: Wachstum passiert an der Grenze der eigenen Komfortzone – aber nur, wenn man selbst entschieden hat, dorthin zu gehen.
Der Werterahmen gehört der Klasse.
Am Ende jedes Programms steht ein Normen- und Werterahmen, den sich die Gruppe selbst erarbeitet hat. Nicht, weil wir keine Werte hätten – sondern weil nur die Regeln halten, die man sich selbst gegeben hat. Unsere Trainer moderieren; entscheiden tut die Klasse.
Erst das Wirkmodell, dann die Praxis.
Für jedes Programm existiert ein wissenschaftliches Wirkmodell mit Zielen, Wirkmechanismen und Methoden. Neue Ideen werden erst modelliert, dann gebaut – und laufend an den Rückmeldungen aus den Klassen geschärft. Mehr dazu

Das TeamRund 120 Menschen, ein Handwerk
Hinter Helden e.V. stehen rund 20 hauptamtliche Mitarbeiter in Geschäftsstelle und Organisation – und über 100 aktive Trainer, die unsere Programme in ganz Deutschland durchführen. Was sie verbindet: Jeder von ihnen hat dieselbe Ausbildung durchlaufen, verbandszertifiziert, mit Zusatzqualifikation in der Prävention von Cybermobbing und Ausgrenzung. Ausgebildet wird bis heute vom Vorstand persönlich – wer bei uns vor einer Klasse steht, hat sein Handwerk von den Menschen gelernt, die es entwickelt haben.
Viele unserer Trainer studieren Psychologie, Pädagogik oder Bildungswissenschaften und bleiben dem Verein über Jahre verbunden; einige sind vom Trainerjob in die Festanstellung gewachsen, manche bis in den Vorstand. Diese Durchlässigkeit ist kein Zufall, sondern Kultur: Wir glauben an Entwicklung – bei den Kindern, mit denen wir arbeiten, und bei den Menschen, die für uns arbeiten.
Wiebke Spree, Trainerin„Was mir am meisten geholfen hat, war die Haltung des Helden e.V. kennenzulernen und zu verinnerlichen: die Wertschätzung jeder Einzelnen in ihren Stärken und ihrer Fähigkeit, einen Beitrag zur Gruppe zu leisten – und die Überzeugung, dass alles, was man tut, einen Unterschied macht.“
Der Vorstand Die Menschen, die den Verein führen

Vorstandsvorsitzender
Sven Fritze
Psychologe (M.Sc.), Erlebnis- und Wildnispädagoge, Mitgründer, seit 2010 als Trainer tätig. Verantwortet Strategie und Vision des Vereins, die Entwicklung neuer Programme – und leitet die Trainerausbildung.

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Thorsten Kröber
Erlebnispädagoge und systemischer Berater, Mitgründer, mit langjähriger Erfahrung in Persönlichkeitsentwicklung und politischer Bildung. Verantwortet Netzwerk und Finanzen, ist direkter Ansprechpartner für Großprojekte – und leitet die Trainerausbildung mit.

Vorstand & Schatzmeisterin
Johanna Griese
Erziehungswissenschaftlerin (M.A.), Erlebnis- und Wildnispädagogin. Erst Trainerin, dann Projektkoordination, heute Vorstand – ein Weg, der viel über die Kultur des Vereins erzählt. Verantwortet Teamleitung, Fördermittel und Organisation.
Kinderschutz Wenn ein Kind sich uns anvertraut
Unsere Trainer arbeiten nah an den Kindern – und wer nah dran ist, dem vertrauen sich Kinder an. Deshalb gilt bei uns seit jeher eine feste Regel: Jeder Fall, in dem das Wohl eines Kindes gefährdet sein könnte, wird auf Vorstandsebene persönlich übernommen – von der Rücksprache mit den Fachkräften bis zur Aktivierung des Hilfenetzwerks. Wenn wir der Ort sind, an dem ein Kind sich zum ersten Mal öffnet, dann tragen wir dafür Verantwortung, dass daraus Hilfe wird.
Dazu gehören ein klares Kinderschutzkonzept, feste Sicherheitsregeln in allen Programmen, das Prinzip „Herausforderung nach Wahl“ – und Trainer, die für genau diese Situationen ausgebildet sind: vom sensiblen Erstgespräch bis zur vertraulichen Rückkopplung an die Lehrkräfte. Ausgezeichnet wurde diese Arbeit mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz (2024); als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (§ 75 SGB VIII) sind unsere Strukturen und unser Schutzkonzept zudem behördlich geprüft.
Der Verein in Zahlen Von der Idee zur Struktur
100.000+
erreichte Kinder & Jugendliche seit 2015
~20.000
pro Jahr
~1.500
Durchführungstage pro Jahr
16/16
Programme in allen 16 Bundesländern
500+
ausgebildete Trainer, über 100 aktiv
~20
Hauptamtliche
Helden – Verein für nachhaltige Bildung und Persönlichkeitsentwicklung e.V. ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (§ 75 SGB VIII), Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und im Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. Unsere Geschäftsstelle sitzt in Bielefeld, der Vereinssitz in Hövelhof – gearbeitet wird in ganz Deutschland: an Schulen, an Jugendherbergen und in unserer eigenen Wildnisschule Senne.
Rund 70 Prozent unserer Mittel erwirtschaften wir selbst – durch Programme, die Schulen, Kommunen und Träger buchen, weil sie wirken. Dieses Fundament macht uns unabhängig: Förderungen müssen bei uns keine Strukturen tragen, sondern können das tun, wofür sie gedacht sind – Neues ermöglichen und Programme dorthin bringen, wo das Geld sonst fehlt. Wer prüfen will, wie wir arbeiten und wirtschaften, findet die Antworten auf unserer Wirkungsseite und in unserem Transparenzbericht.




