Einblicke in unsere erlebnispädagogische Ausbildung

25. März 2026

4 Auszubildende bei Helden e.V. erzählen

Einblicke in unsere erlebnispädagogische Ausbildung

Im Zwielicht der Dämmerung machen sich 20 junge Frauen und Männer auf den Weg. Die ersten Regentropfen besprenkeln das Geäst und zwingen sie, ihre Kragen hochzuschlagen und den Kopf einzuziehen. Jeder Schritt verlangt Aufmerksamkeit.

Doch diese Reise ist mehr als nur eine Herausforderung. Sie ist immer auch eine Einladung zur Reflexion: Wie wirke ich auf andere? Und wie kann ich Kinder und Jugendliche so begleiten, dass aus Herausforderungen Zuversicht, aus Unsicherheit Orientierung und aus Erlebnissen eine klare Haltung gegen Gewalt und Ausgrenzung entsteht?

Vier Wochen Erlebnispädagogik – mit Klettern, Bogenschießen und Grenzerfahrungen, die Mut verlangen, Orientierung geben und junge Menschen über sich hinauswachsen lassen.

Das ist die Geschichte jener, die diese Schritte bereits gegangen sind.

Interview Josephine

Gab es einen Moment während der Ausbildung, der dir besonders im Kopf geblieben ist?

Es ist schwer nur einen Moment zu nennen, aber was sie alle vereint ist das Gefühl von Zusammenhalt und Zugehörigkeit während man gemeinsam ErLebt und lernt.
Und um doch einen Moment zu nennen, in dem gleichzeitig ein großer Traum von mir in Erfüllung ging, war an einem der letzten Tage, an dem wir gemeinsam im Sonnenschein (nach Tagen von Schneesturm und Kälte) Beach Volleyball am See gespielt haben.


Was war für dich die größte persönliche Herausforderung in diesen vier Wochen?

Die (wichtige) Aufarbeitung vergessener Erfahrungen, denn die Theorie (und auch der Podcast) bewegen ganz viel in mir, was die größte Herausforderung auf der einen, und ein riesen Geschenk auf der anderen Seite ist, das ich noch lange in mir tragen werde.

Was hast du über dich selbst gelernt, das du vorher nicht erwartet hättest?

Die Ausbildung war für mich eine lebensverändernde Erfahrung, in der ich viel über mich in Verbindung mit meinem Umfeld lernen durfte. Dafüber, was mein Verhalten in anderen Menschen auslösen kann und wie ich in Zukunft lerne, Grenzen zu setzen und offen über Probleme zu sprechen. Und dass jede einzelne Person und Handlung sehr viel bewirken können.

Was würdest du jemandem sagen, der noch überlegt, die Ausbildung zu machen?

Falls Du noch mit dem Gedanken spielst, eine Ausbildung bei den Helden zu machen, ich kann es jedem nur ans Herz legen, denn unsere Gesellschaft braucht mehr Heldinnen, die bereit sind, nachhaltig, respektvoll und wertschätzend weiteren Menschen dabei zu helfen, Heldin zu werden ❤️

Interview Lars

Gab es einen Moment während der Ausbildung, der dir besonders im Kopf geblieben ist?

Im Kopf geblieben sind sehr sehr viele Sachen die ich zum Teil immer noch platzieren muss. Aber besonders im Kopf geblieben ist mir der Mohawkwalk. Der Moment als wir als Gruppe ihn endlich geschafft hatten. Einen ganzen Tag im regen bei niedrigen Temperaturen, mit hohem Frustrationslevel, immer und immer wieder. Am Folgetag dann im ersten Versuch geschafft. Es waren Mega Gefühle und hat sehr viel mit der Gruppe und einem selber gemacht.


Was war für dich die größte persönliche Herausforderung in diesen vier Wochen?

Die größte persönliche Herausforderung war für mich die Gruppendynamik. Sehr viel unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten in einem begrenztem Raum über eine intensive lange Zeit. Es hat gedauert bis ich meinen Platz gefunden habe.
Aber auch die Prüfungssituationen waren eine große Herausforderung für mich. Nach langer Zeit nochmal dem Prüfungsdruck ausgesetzt zu sein, war für mich ungewohnt.

Was hast du über dich selbst gelernt, das du vorher nicht erwartet hättest?

Gelernt habe ich über mich, wie ich auf andere wirke. Was meine Stärken, Qualitäten und auch Schwächen sind.
Das ich weniger Erwartungen entsprechen muss als ich immer gedacht habe.
Es hat auf jeden Fall meine Persönlichkeit gestärkt.

Was würdest du jemandem sagen, der noch überlegt, die Ausbildung zu machen?

Ich würde sagen: MACH ES! Es wird dir und anderen gut tun!

Interview Anna

Gab es einen Moment während der Ausbildung, der dir besonders im Kopf geblieben ist?

In einer EP Gruppenmethode kam ich an eine persönliche Grenze. Die Situation wurde von den Trainern lenkt. Nur mit allen Teilnehmern zählt die Methode als bestanden. So gab es kein Ausweichen mehr nur echte Auseinandersetzung. Also Augen zu und mitten durch.


Was war für dich die größte persönliche Herausforderung in diesen vier Wochen?

Es ist spannend für 4 Wochen mit 20 Menschen jeden Tag alles gemeinsam zu machen. Genügend Zeit und Orte für Ruhe zu finden, fiel mir zu Beginn schwer.

Was hast du über dich selbst gelernt, das du vorher nicht erwartet hättest?

Ich mag Zusammenleben und gemeinsame Tagesgestaltung mit vielen Menschen sehr.

Was würdest du jemandem sagen, der noch überlegt, die Ausbildung zu machen?

Nicht denken, machen! Du hast die Ausbildung gefunden oder die Ausbildung dich- ihr seid für einander bestimmt 🫶🏻

Interview Mohit

Gab es einen Moment während der Ausbildung, der dir besonders im Kopf geblieben ist?

Oh ja! Der Moment der mir am meisten um kopf geblieben ist, ist der als wir nach 1 1/2 tagen in strömenden regen und in der Kälte die teamaufgabe mohawk Walk geschafft haben! Es war so ein schönes Erlebnis als wir alle auf der anderen Seite standen und uns in den Armen hielten. Ich fand wir sind dort zu einer richtigen Gruppe zusammengewachsen!


Was war für dich die größte persönliche Herausforderung in diesen vier Wochen?

Die größte persönliche Herausforderung war für mich der viele input. Es war auf der einen seite super schön so viel lernen zu dürfen, und das gelernte dann in dieser zeit und auch in den 20 Hospitationstagen danach anwenden zu können, aber es war sehr viel was man sich merken musste. Da aufmerksam zu sein und alles auch wirklich abzuspeichern war für mich nicht immer ganz so einfach.

Was hast du über dich selbst gelernt, das du vorher nicht erwartet hättest?

Ich durfte mich dort persönlich weiterentwickeln, lernte viel aus den Feldern Pädagogik, klettern und der natur. Ich finde es ist eine einzigartige kombination die dort angeboten wird. Vor allem habe ich dort gemerkt wie sehr es mich erfüllt menschen dazu zu bringen zeit in der natur zu verbringen und sich zu bewegen!

Was würdest du jemandem sagen, der noch überlegt, die Ausbildung zu machen?

Ich würde die ausbildung jedem empfehlen! us tiefstem Herzen!

Die Ausbildung zur Erlebnispädagogin hat sich angefühlt wie eine Abenteuerreise mit Gleichgesinnten, die einem mit jeder Aufgabe und Herausforderung immer weiter ans Herz gewachsen sind. Eine wahrlich unvergessliche Zeit, die mich als einzelne Person und als Teil einer Gruppe unfassbar weit gebracht hat.

Xenia Tschurkin

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